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daß ich auf die Erbschaft des Rath Gerst zu Gunsten seiner natürlichen Kinder hier verzichte. So wahr mir Gott helfe! Und hier meine Unterschrift." —
Da lief ein Murmeln des Beifalls durch die Versammlung, und das Weib fiel auf ihre Knie und prieß Gott mit lauter Stimme. Und wie sich Justus leise aus der Stube entfernen wollte, da erhob sich ein Advokat, der dem Richter zur Seite gesessen hatte, ging ihm nach, und drückte ihm die Hand; und von dem Tage an wurden Beide die innigsten Freunde. Und der Advokat war mein Großvater, und ist nun schon an sechsundsechszig Jahre todt. In seinen Händen war ein Thcil der Papiere des Kalendermanns, und von ihm stammen die Erzählungen, die ich in diesen bunten Strauß gebunden, dir, mein lieber Leser, reiche. Mein Großvater pstegte zu sagen, so oft er von ihm sprach: „Arm wird der Justus bleiben bis an sein selig Ende; und doch ist er der glücklichste Mensch, den ich kenne; er ist reich in Gott."
Noch eine freukige Ueberraschung war heute dem' Justus Vorbehalten, ehe er heimging. Wie er in ein Gäßlein einbog, kam ihm sein alter Freund, der Corpora! Scheuermann, entgegen; aber nicht mehr die kräftige Soldatengestalt von ehemals; das Gesicht war hager, das Haar gebleicht und der Nacken gekrümmt. „Es ist vorüber mit meinem Dienst," sprach er, als er dem Schulmeister kräftig die Hand geschüttelt hatte, „ich fühl's, es ist vorüber hier unten, und der liebe Gott wird mich bald in ein ander Regiment versetzen. Da wart' ich denn täglich auf meinen Abschied, und giebt mir mein gnädiger Herr noch ein Geringes an Gnadengehalt dazu, so ist Alles erfüllt, was ich wünsche.

