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worden. Was sie aber jetzt hörte, wie mußte sie das ergreifen!
Heinrich war gerade Weges nach Delft gereist, hatte sich dort erkundigt nach dem Kaufmann van der Bruck, und sein Haus sich bezeichnen lassen. Er war hineingegangen, und hatte gefragt, ob man keinen Menschen seines Alters und seiner Geschicklichkeit brauchen könne, und war in die Schreibstube gewiesen worden zum obersten Buchhalter. Der war ein altes, dürres Männchen, mit schneeweißem Haar, und einer großen Brille auf der Nase, und saß gesondert von den übrigen Schreibern , hinter einem Gitterverschlag auf erhöhtem Sitze, von wo er die ganze Stube übersehen konnte. Heinrich trug in gebrochenem Holländisch, denn er war der Sprache noch nicht mächtig, sein Gesuch vor. Der Buchhalter warf einen schnellen Blick auf ihn, und schrieb dann weiter. Etwa nach einer Viertelstunde, die unserm Heinrich lang wie ein Tag vorkam, drehte er sich langsam um, betrachtete den Jüngling von oben bis unten, und sagte dann in gutem Deutsch: „Man wünscht bei van der Bruck in Dienste zu treten?"
„Ja!"
„Hat man sich schon anderswo im Handel umgesehen ?"
„Nein!"
„Hat man Testimonia aufzuweisen?"
„Nein!"
„Als was wünscht man denn bei van der Bruck placirt zu werden?"
„Wozu eure Edlen mich brauchen können."
„Ist er nicht zu stolz, im Packhaus zu dienen,

