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länger je mehr Vas Herz beschwerten; das war der alte Kammerdiener seines Herrn, ein Deutscher von Geburt, mit Namen Siegmund. Der Mann hatte ein so Zu­trauen erweckendes Ansehen, und grüßte unsern Hein­rich so freundlich, wenn er ihm begegnete, und hatte selbst schon einmal ein kurzes, aber herzliches Gespräch mit ihm geführt.

Einst an einem Sonntag Morgen traf Heinrich den Alten, wie er mit einem Gebetbuch in der Hand in einer Hütte des großen Gartens saß. Der Jüng­ling wollte sich schweigend zurückziehen, aber der Alte winkte ihm, und sie redeten mit einander wie Lands­leute thun, vom Vaterland und vom Glauben der Väter, und der Alte gewann den Heinrich lieb, und lud ihn zu sich auf den Abend in seine Stube im Herrnhaus.

Wie erstaunte Heinrich, als er am Abend in die Nähe desselben kam. Das Haus lag mitten in einem Meere von Blumen, auf zierlichen Ländchen, mit Bur­baum eingefaßt, mit wunderbarer Kunst gepflanzt. Das Auge konnte sich nicht satt sehen an der Farbenpracht der Tulpen, und die Luft war rings erfüllt von dem Wohlgeruch der Hyacinthen. Das Wasser eines Spring­brunnens fiel in verschiedenen Strahlen in einen Teich, aus Marmor gehauen, in welchem Goldfischchen schwam­men; und über den Rand des Teiches bogen sich wie­der Blumen herab, gleich als wollten sie sich in dem klaren Wasser beschauen. Das Gebüsch zu beiden Seiten der Blumenbeete war mit einem Drahtgitter umzogen und überbaut, und Vögel aller Art, zum Theil aus fremden Ländern, mit buntem, glänzendem Gefieder,

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