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Fluch. Denn so reich man hier im Hause ist an Geld, so arm ist man an Herzensfrieden. Ich glaube, mein Herr hat nie gewußt, was Friede sey, denn so lange ich ihn kenne, ist er in sich gekehrt, mürrisch und unfreundlich. Fast scheint mir's, als habe er nie einen Menschen geliebt, was Wunder, wenn er nie ist wieder geliebt worden. Seinen einzigen Sohn, den Vater des Mädchens, hat er gut erziehen lassen; aber lieb hat er ihn wohl nie gehabt, und eben so wenig des Kindes Mutter, die frühe gestorben ist. Dem Sohn soll es immer ein Fürchterliches gewesen seyn, vor Lern Vater zu erscheinen. Und doch war Lewin ein Kind guter Art, und hätte gerne seinen Vater lieb gehabt, denn sein Herz war gar weich und treu, wenn ihn sein Vater nicht immer durch seine Härte von sich gestoßen hätte. Lewin liebte ein Mädchen, arm aber unbescholten, und wünschte es zu ehelichen; er vertraute stch dem Buchhalter und bat den, ein gutes Wort bei dem Vater einzulegen. Aber da war er an den Unrechten gekommen; der Mann hat schlecht an dem Sohne seines Herrn gehandelt. Dem war eine solche Heirath wie ein Schandfleck für das reiche Haus van der Bruck. Er rieth, den Sohn auf Reisen zu schicken. Da ließ sich Lewin heimlich mit seiner Geliebten trauen, und euer Oheim war dabei behülflich. Der Vater erfuhr Alles; ich vermuthe, durch Spionen, die er ihm nachschickte. Lewin ward zurückgerufen, mit den gröbsten Drohungen empfangen, und fast mit Gewalt, unter Androhung von Enterbung und Fluch, auf ein Schiff gebracht, das nach Batavia unter Segel ging. Dem Patron des Schiffes ward mit aller Strenge verboten, irgend Jemand mit dem jungen van der Bruck reisen zu lassen. Aber was vermag die

