zu sehen. Dieses Glück wird ihm zutheil, und voll des heiligen Geistes, weißaget er der Mutter des göttlichen Heilandes Freu­den und Leiden, und allen Menschen Segen oder Strafe, je nachdem sie Jesu Lehre annehmen und befolgen, oder derselben widerstreben. Luk. 2, 3340.

33 In der Zeit wunderten sich Josef und Maria, die Mutter Jesu, über diese Dinge, welche von ihm

34 gesaget wurden. Und Simeon segnete sie. und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Falle und zur Auferstehung vieler in Jsraü, und als ein Zeichen, dem man widersprechen wird;

35 und ein Schwert wird deine eigene Seele durchdrin­gen , damit die Gedanken vieler Herzen offenbar

36 werden. Es war auch eine Prosetin. Anna, eine Tochter Phanuels. aus dem Stamme Äser; diese war vorgerückt zu hohen Jahren, hatte nach ihrer Jung­frauschaft sieben Jahre mit ihrem Manne gelebt,

37 und war nun eine Witwe von vier und achtzig Jah­ren. Sie kam nimmer vom Tempel, und diente Gott

38 mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Diese kam in derselben Stunde auch hinzu, und pries den Herrn, und redete von ihm zu allen, welche auf die Erlö-

39 sung Israels warteten. Und da sie alles nach dem Gesetze des Herrn vollendet hatten, kehrten sie nach

40 Galiläa in ihre Vaterstadt Nazareth zurück. Das Kind aber wuchs, ward stark, war voll Weisheit, und die Gnade Gottes war in ihm.

Erklärungen.

33. Der fromme Greis Simeon, der die Gabe der Weißagung hatte, erhielt von Gott die Versicherung, dass er nicht sterben werde, bevor er den Heiland der Welt werde gesehen haben. Und diese göttliche Verheißung wurde erfüllet, als Jesus 40 Tage alt war, und von Maria und Joses in den Tempel gebracht wurde, um für ihn das vorgeschriebene Opfer Gott, dem himmlischen Vater, zu entrichten. Der gottes-