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gute Lehren und göttliche Wahrheiten verkündigte, und seine Lehren durch seine Beispiele bekräftigte.

28 . Unter dem Feinde versteht man den bösen Geist als den Urheber der Sünde und alles Bösen, und mittelbar die bösen und lasterhaften Menschen, die durch Worte und Bei­spiele andere zum Bösen verführen, und sie dadurch unglücklich machen, die es deshalb nicht gut mit Gott und mit ihren Ne­benmenschen meinen, und mit Recht Feinde Gottes und der Menschen genannt werden.

Willst du, Herr, sprachen die Apostel und Jünger, dass wir diese bösen Menschen von deiner Kirche ausschließen, sie

hassen und verfolgen?

29 . Lasset beide, die Guten und die Bösen, mit ein­

ander in meiner Kirche leben bis zum Tage des Gerichtes; denn vielleicht bessern sich noch diese bösen Menschen durch die liebreichen Ermahnungen und guten Beispiele der from­men Christen. Und die Guten haben bei der Anwesenheit der Bösen Veranlassung und Gelegenheit, in der Geduld, in der Standhaftigkeit, in der Versöhnlichkeit, in der Nächstenliebe und in manchen andern Tugenden sich zu üben und zu

befestigen, und viele gute Werke zu verrichten. Manche Unschul­dige wie z. B. Kinder, Geschwister würden dabei

leiden, wenn Gott an bösen Altern, Vorgesetzten, Geschwistern alles Böse gleich hier so bestrafen wollte, wie sie es verdienen.

Am Tage des Gerichtes werde ich die Guten von den

Bösen auf immer absondern. Die Gerechten werde ich in das Reich meines Vaters ausnehmen; die Bösen und Unbuß- fertigen werde ich der verdienten Strafe übergeben.

a. Gott ist langmüthig und von großer Erbarmung. Er straft den Sünder hier in diesem Leben nicht gleich so, wie er es verdient. Er lässt ihm Zeit, und gibt ihm die nöthigen Mittel zur Besserung. Erst nach dem Tode entzieht er dem unbußsertigen und im Laster verhärteten Sünder seine Erbar­mung, seine Hilfe und Gnade aus immer.