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11. Als diejenigen, welche gleich mit dem Anfänge des Tages in den Weinberg gekommen sind, auch nur den versprochenen Lohn empsiengen, und den letzteren gleich gehal- ^
ten wurden, glaubten sie, dass ihnen Unrecht geschehe, und waren darüber unzufrieden und unwillig.
13- Der Hausvater sagte zu einem dieser Unzufriedenen:
Es geschieht dir dadurch nicht Unrecht. Hast du nicht in den versprochenen Lohn eingewilliget?
14. Sei zufrieden mit dem, was dir rechtmäßig gebäret.
Ich will aber aus Güte auch diesen letztern Arbeitern denselben Lohn wie dir geben.
15. Oder darf ich als Hausvater nicht nach meiner Einsicht und Güte handeln? Warum siehst du aus Neid das, was bloß Güte von mir ist, als Ungerechtigkeit an?
Anwendung des Gleichnisses. Der Hausvater in dem Gleichnisse ist der Herr der Kirche, Jesus Christus.
Der Weinberg ist die christliche Religion, die Kirche Jesu.
Gleich beim Anfänge seines öffentlichen Lehramtes wählte sich Jesus taugliche Männer zur Verbreitung seiner Lehre. Die ersten Arbeiter sind die Apostel und Jünger, die Christus zu Gehilfen und Mitarbeitern angenommen hatte, und alle jene, welche seine Religion gleich anfangs angenommen, und zu befolgen versprochen haben. — Allen diesen verhieß Jesus die ewige Seligkeit, wenn sie seine Lehre genau beobachten, und treu und eifrig in ihrem Berufe arbeiten werden. Die um die dritte — sechste — neunte — rilste Stunde Berufenen sind die Nachfolger der Apostel und Jünger im Lehramte, und die ^ Christgläubigen der folgenden Zeiten. Auch diesen versprach Jesus zur Belohnung die Seligkeit des Himmels, wenn sie seine Religion eifrig verkündigen, und alle seine Gebote genau befolgen würden. Dieselbe Verheißung haben alle Verkündiger des Evangeliums und die Christen aller künftigen Zeiten bis an das Ende der Welt. i
Nach dem Tode und zur Zeit des letzten Gerichtes er- ** halten alle würdigen Nachfolger der Apostel und alle frommen

