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; und guten Christen dem Wesentlichen nach die nämliche Be-

v lohnung im Himmel: nur die Grade dieser himmlischen Selig­

keit sind nach dem Maße der Tugenden und guten Werke, nicht nach der Zeit des Eintrittes in die Kirche Jesu, verschieden.

Jene nun, welche gleich anfangs der Lehre Jesu beige­treten sind, wie die Apostel, Jünger und ersten Christen, glaubten, dass sie deswegen einer höhern Seligkeit theilhaftig werden müßten; allein sie werden deshalb nicht mehr belohnet werden, als andere, welche später das Christenthum angenom­men, oder nicht so lange, aber eben so eifrig, wie jene, gear­beitet haben. Im Christenthume kommt es nicht aus die Zeit, sondern auf die Treue und den Eifer an, mit welchem man. seine Pflichten erfüllet. Die Güte Jesu, die er auch jenen

beweiset, welche später im Christenthume zu arbeiten ansangen, und vermöge welcher er sie-bei gleichem Eifer eben so, wie die ersten Christen, belohnet, darf man nicht für Ungerechtigkeit halten. Können sich denn diejenigen Gläubigen, welche später zum Christenthume berufen werden, nicht auch derselben himm­lischen Seligkeit würdig machen, welche die ersten Christen erlangt haben?

16. Dasselbe, wie mit den Arbeitern im Weinberge, wird auch mit den Lehrern und Bekennern meiner Religion geschehen. Manche von den spätem Verkündigern und An­hängern meiner Religion werden an Treue und Eifer den

zuerst Berufenen gleich sein, oder sie sogar übertreffen, und

sie werden ebenso, wie jene, welche zuerst das Christenthum «fr. angenommen haben, nach ihrer Treue in dem Bekenntnisse

j ihres Glaubens genau nach Verdienst belohnet werden. Viele

i der letzter» werden ihrer großem Treue wegen in der Bc-

i lohnung die ersten, und viele der ersten werden ihres geringen

Eifers wegen in der Belohnung die letztem sein. Denn viele sind wohl zum Christenthume berufen, aber nicht alle machen durch genaue und eifrige Ausübung der Religion sich i der verheißenen Seligkeit würdig und theilhaftig'; nur wenige

sind auserwählet.