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Evangelium am Sonntage Sexagesimä. Seite 41.

Inhalt. Als sich viel Volkes aus den Städten um Jesum versammelt hatte, wollte er es nicht ohne heilsamen Unterricht entlassen. Er trug demselben ein Gleichnis von einem Säemanne vor. Und da ihn die Jünger um den Sinn dieses Gleichnisses fragten, erklärte er ihnen dasselbe, und zeigte, weiche verschiedenen Wirkungen seine Lehre in den Gemüthern der Menschen Hervorbringen werde. Luk. 8, 415.

In der Zeit, als sehr viel Volk zusammenge- 4 kommen, und aus den Städten zu Jesu herbeigeeilt war. sprach er gleichnisweise: Ein Säemann gieng 5 aus, seinen Samen zu säen; und da er säete, fiel einiges an den Weg, und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es. Ein anderes fiel 6 auf seifigen Grund, und da es aufgegangen,

verdorrte es. weil es keine Feuchtigkeit hatte. Ein 7 anderes fiel unter die Dörner. und die Dörner, die mit aufwuchsen, erstickten es. Ein anderes fiel 8 auf gute Erde, und gieng auf und gab hundertfäl­tige Frucht. Als er dieß gesagt hatte, rief er: Wer 9 Ohren hat zu hören, der höre! Es fragten ihn aber seine Jünger, was dieses Gleichnis bedeute. Und er 10 sprach zu ihnen: Euch ist gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen; den übrigen aber werden Gleichnisse gegeben, damit sie sehen, und doch nicht sehen, hören, und nicht verstehen. Das 11 Gleichnis aber bedeutet dieses: Der Same ist das Wort Gottes. Die am Wege, das sind die, welche 12 es hören; dann kommt der Teufel- und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und selig werden. Die auf dem felsigen Grunde, das 13 find die, welche das Wort mit Freuden aufnehmen,