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Sohn, so stürze dich hinab; denn es steht geschrieben : Er hat seinen Engeln deinetwegen befohlen, und fie sollen dich auf den Händen tragen, damit du nicht

7 etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest. Jesus aber sprach zu ihm: Es steht aber auch geschrieben: Du

8 sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen! Abermal nahm ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen

9 Berg, und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und sprach zu ihm: Dieß alles will ich dir geben, wenn du niederfällst, und mich anbetest.

10 Da sprach Jesus zu ihm: Weich, Satan! denn es steht geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, an-

11 beten, und ihm allein dienen. Hierauf verließ ihn der Teufel, und stehe, die Engel traten hinzu, und dienten ihm.

E r k l ä r u n g'e n.

1. Jesus gieng aus einem höheren Antriebe, dem Willen seines himmlischen Vaters gemäß, in die Wüste Quurantania zwischen Jerusalem und Jericho, bei welcher Gelegenheit ihn der böse Geist zu verschiedenen Sünden zu verleiten suchte. So wie der böse Geist unsere ersten Stammältern um ihre Glückseligkeit beneidete, und sie durch Anlockung zur Sünde Gott missällig und ewig unglücklich Zu machen suchte, eben so versuchte er es jetzt, Jesum zum Mistrauen auf die göttliche Vorsehung, zum vermessentlichen Vertrauen aus Gottes Macht und Güte, zum Stolze und zur Herrschsucht, und sogar zum Abfälle von Gott zu verführen, und dadurch die Erlösung der Menschen zu hindern. Und Jesus ließ diese Versuche zu, um uns zu zeigen: 1) dass er denjenigen überwunden und besiegt

habe, welcher die ersten Altern zur Sünde verführte; 2) dass das Reich des Satans durch ihn zerstöret, und dessen Macht vernichtet wurde; 3) dass wir uns vor den Versuchungen des bösen Geistes nicht zu fürchten haben, wenn wir uns durch öfteres Andenken an Gott und an seine heiligen Aussprüche und Lehren erinnern, und uns durch ein lebendiges Vertrauen