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21. So lange kein Mächtigerer da ist, kann der böse Geist ruhig seine Herrschaft über die lasterhaften Menschen aus­üben.

22. Wenn aber ein Stärkerer kommt, der ihn überwindet, und ihm seine Macht nimmt, so muß sein Reich ein Ende nehmen. Da ich nun, wollte Jesus sagen, den Satan aus seinen Besitzungen vertreibe, und ihn seiner Macht beraube, so muß ich ja der Stärkere sein, und kann folglich meine Macht nicht von ihm haben, sondern ich muß mit göttlicher Macht wirken, und der verheißene Messias sein.

24. Wer nicht dieselbe Gesinnung und Absicht mit mir hat, Gottes Ehre und das Beste der Menschen zu befördern, der wird mir und meinen Bemühungen entgegenstreben. Jesus wollte damit sagen: Der böse Geist hat mit mir nicht gleiche Absichten. Ich bin gekommen, die Menschen zu erlösen, und ewig selig zu machen. Der böse Geist hingegen sucht die Menschen zum Bösen zu verleiten und zu verderben. Was ich sammle, sucht er zu zerstreuen.

26. Die jüdischen Geisterbeschwörer, wenn ihre Kunst nichts half, gaben zu ihrer Entschuldigung vor, dass die von ihnen ausgetriebenen bösen Geister sich zwar in öde und wasserlose Gegenden begeben; dass sie aber, weil sie in denselben keinen Wohnplatz finden, mit einer Verstärkung mehrerer Geister wieder in ihre erste Wohnung zurückkehren, und den damals unglücklichen Menschen neuerdings ärger quälen als zuvor. Von dieser Meinung nimmt nun Jesus ein sehr fassliches Bild her, um den gefahrvollen Gemüthszustand jener Menschen darzustellen, die nach ihrer Besserung in ihre vorigen Sünden zurückfallen, von welchen sie sich dann schwer oder gar nicht mehr befreien können. Ein Geist der Sünde hat sie auf einige Zeit verlassen, und sieben Geister der Bosheit und des Lasters sind in sie zurück­gekommen, welche weit schwerer vertrieben werden können.

27. Durch die Reden und Lehren Jesu wurde ein Weib so sehr mit Bewunderung und Hochachtung gegen ihn erfüllet, dass sie laut ausries: Glückselig ist die Mutter, welche dich geboren und erzogen hat!