Beichtandacht.
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Auserwählten erlangen, daß wir in ewiger Freude und Seligkeit dich loben, ehren und preisen mögen. Das verleih' uns, Herr himmlischer Vater! durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, unfern Herrn und Heiland, welcher mit dir und dem heiligen Geiste als gleicher Gott lebt und regiert in alle Ewigkeit. Amen.
Dkichtandacht.
Unterricht.
Die Beichte hat den Zweck, durch die Gewalt der Kirche der Sündenvergebung theilhaft zu werden. Daraus ergeben sich für uns als besondere Erörterungspunkte folgende Fragen: 1. Hat die Kirche die Gewalt Sünden zu vergeben? 2. Ist die Beichte zur Sündenvergebung nothwendig? 3. Wie muß die Beichte in allen ihren Umständen beschaffen sein? Wir werden dieselben, obgleich kurz, doch vollständig zu beantworten suchen.
1. DieKirchehatdieGewaltderSündenver- gebung. Daß die Kirche die Gewalt Sünden zu vergeben habe, wissen wir aus der heil. Schrift, wie aus der beständigen Ueberlieferung. Bei Ioh. 20, 21 lesen wir von Christus, daß er nach seiner Auferstehung die Apostel angeredet babe: „Der Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesendet hat, so sende ich euch." Und was soll diese Sendung? Offenbar sollen die Apostel entweder an dem Werke Theil nehmen, das Christus als das seiner Sendung betrachten mußte, oder mit derselben Machtvollkommenheit von ihm ausgerüstet werden, mit welcher er vom Vater ausgerüstet war. Aber wie? Der Evangelist erzählt, um uns diese Frage zu beantworten, weiter: „da er dieses gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: empfanget den heil. Geist. Denen ihr die Sünden

