Vorrede
^eder Mensch wünscht glüklich zu werden — und doch finden gewöhnlich die so am meisten sich dafür bemühen, das wahre Glük nicht — ja viele stoffen es wie mit Füssen von fich; denn sie wollen es lieber allenthalben suchen — nur da nicht/ wo fie dasselbe allein finden könnten.
Dieß gehört zu den menschlichen Widersprüche»/ deren eS noch viele giebt/ die schwer zu begreiffen find/ wenn man nur das äussere Verhältniß deS Menschen und nicht sein inneres kennen will.
Die wenigsten achten darauf/ daß der Mensch aus einem dreifachen wesen besteht/ wovon jedes seine eigenen Wünsche/ Triebe/ Neigungen hat/ die oft einander sehr entgegen find/ so daß oft die Befriedigung des einen die Unruhe/ Unzufriedenheit des andern veranlaßt und sein Glük stört.
Dieses dreifache Wesen besteht in dem aussern Sichtbaren, dem Vorhof dem Seelischen, weniger Sichtbaren / dem Heiligen dem Geistigen, ganz Unsichtbaren/ dem Allerheiligsten.

