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war, war auch dazumal noch unverdrossen, wenn er die nothwendige Ruhe suchte. Seine Jünger, welche durch den Verlauf des Tages Zeugen seiner Anstrengungen gewesen waren, wünschten ihm diese vom Herzen, und um dazu beyzutragen, wiesen sie diese Mütter ab, und fuhren sie sogar mit Drohworken an. So haben die Menschen oft gute Absichten bey ihren Handlungen; aber nicht selten ist die Handlung selbst dem strengern Sittengesetze oder den Gesetzen des Wohlstandes nicht angemessen. Es ist dieß ein Fehler des Nachden. kenS über Pflicht und Recht, dem nur dadurch abgeholfen wird, daß man den richtig erhaltenen Unterricht selbst ernstlich überdenkt, und auf sich und die vorkommenden Falle anzuwendcn versieht.
Jesus war mit diesen unsanften Betragen der Jünger, so gut sie es auch mit ihm meinten, nicht zufrieden, sondern verwies es ihnen sanft durch sein entgegengesetztes Betragen: „Lasset die Lindlein zu mir kommen, sprach er, und wehret es ihnen nicht -i denn für solche ifl das Reich Gottes." Also nur für Kinder ist Gottes Reich; für Menschen, welche so sanft und gut, so unschuldig und einfältig, so demüthig und gelehrig wie kleine Kinder sind. „Wahrlich, fahrt JesuS .fort, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen." Gottes Reich verlanget Seelen, die mit dem Betrüge, mit der List und Falschheit unbekannt sind, die ein leicht versöhnliches Herz haben, die unbefleckt in ihren Gesinnungen und Wandel sind, die das Laster, und was das Gesetz Sünde nennet,

