Herz hatten, sagten :Konnte Er, der den Blindge« j. dornen die Augen öffnete, nicht auch machen, daß ! Lazarus nicht gestorben wäre?" j Jesus fragte nach dem Orte des Begräbnis-

i seS, und man führte ihn zu einer Felsengruft,

! deren Oeffnung ein großer Stein verschloß. Er

befahl diesen wegzuwalzcn. und Martha zeigte auch hier ihre zärtliche Sorgfalt in der Pflege Jesu:Herr, sagte fie, er riecht schon übel; denn er liegt schon den vierten Tag da " Aber eben diese angefangene A>rflöfung des Körpers war die unwiderlegbarste Überzeugung des wirklichen To­des; daher sagte ihr Jesu:Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du Gottes Ver­herrlichung sehen?""

Nach wezgewälztem Steine erhob er seine Augen gen Himmel: ..Vater! sagteer, ich danke dir, daß du mich gehöret hast. Doch das wußte ich wohl, daß du mich hörest, aber des umstehen­den Volkes wegen habe ich solches gesprochen, da­mit ste glauben, du hast mich gesandt " Und nun rief er mit starker Stimme in die Gruft: Lazarag! komm hervor!" und der in Fäulniß schon übergegangene Leichnam erhob sich zu einem wiederlebenden Menschen. Er kam mit den Lei­chentüchern noch umhüllt aus der Gmft hervor: Jesus ließ ihm diese losbinden, und der Erweckte stand nun vor jedermanns Augen lebendig wieder da. Schrecken und Freude wechselten in den Herzen der Schwestern, Beben und Staunen er­griff jeden, der gegenwärtig da stand. Alle wa­ren vollgültige Zeugen des wirklichen Todes, und