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mußte. Diese Heuchler und Meister in der Ver^ stellungskunst, kamen denn mit heiliger Gebehrde, mit kriechender Sprache:Meister, sagten sie, wir wissen, daß du wahrhaft bist, und den Weg Gottes in der Wahrheit leh'.st, nach niemnnbfti fragest, und das Ansehen der Menschen nicht achtest, sage uns doch: Was dünket dich? Ist es recht dem Kaiser die Steuer zu geben oder nicht?"

Der Fallstrick war vortrcfiich angelegt, und Jesus mochte nun diese Frage bejahen oder ver­neinen, so mußte sie ihn in das Verderben ver­wickeln. Sagen: es sey nicht recht dem Kaiser Steuer und Gaben zn entrichten, wie cs ihre allgemeine Meinung war; so würden sie ihn bald als einen Aufrührer haben einziehcn las­sen. Sagen: es sey recht, war eine Beleidigung des ganzen Volkes, das sich für frey und für Gottes Äoik hielt, und eine offenbare Ursache ihn bey demselben gang verhaßt zu machen. Aber der Weise, dem die boshafte Tücke dieser Wölfe in Schafpelzen so offen da lag, fand zu ihrem Vcrdrnße sogleich den klügsten Mittelweg, nannte sie mit ihrem wahren Namen und sprach: ,.JHr Heuchler! was versuchet ihr mich? weiset mir die Zinsmünze? " Und dann fragte er wei­ter :Wessen ist das Bild und dessen Überschrift ?'' Sie sagten:des Kaisers," und nun standen alle in gespannter Erwartung und horchten mit schon vorhinein frohlockenden Herzen über ihren Sieg zum Verderben des Gerechten. Aber mit ruhigem Ernste sprach er:So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist."