( rZ2 )

verwundeten Knecht, und hieß jenen fein Schwert wieder einstccken. Er, dem Legionen der Engel zu Dienste standen, brauchte keine Vertheidigung von Menschen, und der den Frieden zwischen Gott und dem Menschen zu stiften gekommen war. konn­te am Blutvergießen keinen Gefallen haben. Er ließ sich ergreifen und binden, und zu den unge­rechtesten Srichkern, die seinen Tod schon zuvor be­schlossen hatten, hinzichenj

In dieser Schreckenstunde vergaßen alle Jün­ger ihre muchige Zusage mit ihrem göttlichen Leh­rer in Tod zu gehen, und flohen sammtlich aus Furcht, laß nicht auch Oe eingefangen würden. Der einzige Peterus und ein anderer Jünger, von dem es aber nicht gewiß ist, ob er einer von den Zwölfen war, folgten ihrem gewaltsam fortge- schlepten Lehrer in weiter Entfernung nach. Furcht und Liebe kämpften jetzt im Herzen des muthvol» lcn Jüngers einen schweren Kampf, und die Stun­de der Gefahr war vorhanden, ob treue Anhäng­lichkeit an Jesu siegen, oder die Furcht vor den Menschen sich in seinem Herzen behaupten würde.

Die Heyden Jünger waren Jesu bis zu dem Palloste des hohen Priesters gefolgct, und der Eine ging mit hinein; Petrus aber blieb vor der Thürs. Dieser andere redete scinerilwegen mit der Thür» hütherin, und nun ward auch er hineingelassen. Aber hier war cs gleich das erste Mal, wo er ei- lilN Beweis von seiner Treue gegen seinen lieb- vollen Lehrer oblegen sollte; eben diese Thürhüle« rin fragte ihn:Bist du nicht auch ein Jünger rie,es Menscheu?" Die Ueberraschung mit einer