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lebt wohl. Möge der Segen Gottes Euch stets begleiten — und vergeht nicht mein theurer Ardent, Eurem Vater die Roth- Wendigkeit an'S Herz zu legen, daß er unserer Firma einen weiteren Diskonto gestatte — wir wollen dreiviertel Proecnt sagen — denn Ihr wißt, die letzte Weinladung war nicht mnstermäßig."
Mein Prinzipal zeigte nun eine tiefe Rührung; er drückie mir die Hand und verließ, eine ThrLne auf jeder Wange, das Zimmer.. Die fünf Söhne reichten mir nun gleichfalls die Hand und führten sich nach einander ab. Aber nun stand mir noch die beweglichste Scene bevor — der Abschied von der Mutter und von den fünf Töchtern. Ich wünschte, die Sache zu beschleunigen, aber sie schienen eine Wonne in dem Elende zu empfinden, das ihrer Aussage nach ihre Herzen bedrückte. Miß Agatha kam zuerst und bat mich, ein Andenken von ihr anznnehmen: es bestand in einem Medaillon, welches ein kleines Löckchen von ihrem goldenen- Haare enthielt. Miß Tabitha beschenkte mich mit einer B^rse, Eudocia mit einer Uhrenschnur und Miß Eleanora mit einem Taschenbuche für das nächste Jahr; nur die kleine Mira hielt sich zurück.
„Und ist meine kleine Spielgefährtin," sagte ich so ärgerlich, als dies meine gesetzten Gefühle zuließen — „ist Mira ebenso gut die letzte in ihrer Liebe, als in ihrer Geburt?"
„Ich habe Euch nichts zu geben, Ardent; aber vielleicht besorgt Ihr mir diesen Brief an Eure Schwester — denn ich bin überzeugt, sie ist hübsch und ruhig und gut, wie —"
«Ich," ergänzte ich.
Ich nahm sie in meine Arme, drückte ihr, in Anbetracht ihrer Kindheit ein Dutzend Küsse auf, und nahm so warm von ihr Abschied, daß der Beiname des Ruhigen ziemlich dadurch beschämt wurde; dagegen hielt ich meinen Ruf recht hübsch durch den Anstand aufrecht, mit welchem meine Lippen die dargebotenen Wangen der übrigen Schwestern berührten. Endlich zogen sie unter Anführung der weinenden Mutter ab. Mira war die letzte. Sie luandte sich

