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Kochgeschirre.
Zum Schluffe unseres gastronomisch-diätetischen Briefwechsels, liebe Marie, halte ich mich noch für verbunden, Ihnen einige Bemerkungen mitzutheilen, die mir unser Arzt, auf mein Befragen über die Schädlichkeit und Unschädlichkeit der Materialien, aus denen die Kochgeschirre verfertigt werden, gemacht hat.
Die Gefäße, in denen wir unsre Speisen kochen oder aufbewahren, können dadurch Schaden bringen, daß entweder der Stoff, aus dem sie fabricirt, oder die Glasur, mit der sie innen überzogen sind, dem Inhalte metallische Beimischungen mittheilt.
Irdene Geschirre, an sich vollkommen ungefährlich, können durch schlechte Glasur nachtheilig werden. Die Glasur nämlich enthält Bleiglätte und ist in den unschädlichen Gefäßen gut, in den schädlichen schlecht eingebrannt. Die letzteren erkennt man daran, daß sich die Glasur in der Hitze oder bei starkem Reiben abblättert. Man thut gut, in jedem neuen Töpfergeschirr, bevor man es in Gebrauch nimmt, Wasser, dem ein Wenig Essig beigemischt ist, zu kochen und es vorher wie nachher gut auSzu- scheuern, damit, wenn sich an der Glasur etwa leicht ablösbare Theilchen befinden, dieselben entfernt werden.
Von den Metallgeschirren sind die eisernen ganz unschädlich. Man emaillirt sie, damit sie den Speisen keinen schlechten Geschmack noch eine Färbung mittheilen. Das Email selbst hat, wenn es regelmäßig bereitet ist, keine Schaden bringenden Bestandtheile.
Bedenklicher ist es schon, sich kupferner Gefäße zu bedienen. Das Kupfer wird von den meisten Flüssigkeiten (mit der Zeit selbst von gewöhnlichem Wasser) angegriffen. Deshalb wird auch in Brennereien u. s. w. streng darauf gehalten, daß die aus diesem Metall verfertigten Kessel n. dgl. oft und gründlich gescheuert werden und die betreffenden Flüssigkeiten niemals lange darin verweilen. Saure und fette Speisen, in kupfernen Geschirren gekocht oder aufbewahrt, erzeugen gradezu Grünspan oder andre giftige Verbindungen. Man schützt sich vor diesen Gefahren, indem man die kupfernen Gefäße inwendig verzinnt. Doch auch selbst dann darf man Speisen nicht lange darin verweilen lassen und muß die Verzinnung öfter erneuern.
Silberne Gesäße find zur Conservirung von Getränken u. s. w. nicht minder untauglich, wenn das Silber zu stark mit Kupfer legirt ist. Geräthe aus Neusilber, obgleich dasselbe ebenfalls Kupfer enthält, sind dennoch ungefährlich.

