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In dem klassischen Werke:Handbuch der Chemie" von Leopold Gmelin, wird Pleischl häufig als Autorität angeführt.

Auch andere deutsche, französische und englische Zeitschriften nahmen obige Ab­handlungen auf, und theilten sie ihren Lesern mit. Auch in slavische Sprachen, ebenso ins Schwedische wurden einige übersetzt.

Selbst in Amerika ist P lei sch l's Name ehrenvoll bekannt geworden; sein Buch: Das chem. Laboratorium" u. s. w. wurde im Buchhandel von Amerika aus verlangt.

Diese Abhandlungen sind Originalarbeiecn, keine Kompilationen, und dürften, gesammelt, wohl manchen Band füllen. Sie blieben auch nicht unbeachtet. Zwei und zwanzig gelehrte Vereine, Akademien der Wissenschaften und gelehrte Gesellschaften des In- und Auslandes beehrten ihn mit der Zusendung ihrer Diplome. Bei der k. k. Gesellschaft der Aerzte in Wien ist er seit ihrer Gründung alljährlich zum Prä­ses der pharmakologischen Sektion einstimmig gewählr worden.

Auch bei der k. k. Patriot, ökonom. Gesellschaft im Königreiche Böhmen war er, während seiner Amtsthätigkeit in Prag, ununterbrochen wiedergcwählteö Komite- Mitglied derselben.

Schott im Jahre 1826 wurde ihm mittelst Gubernial-Erledigungdas Wohl­gefallen der hohen Landesstelle zu erkennen gegeben, daß er durch seine, im Drucke erschienenen Arbeiten das Gebiet der Arzneikunde einerseits erweitert, andererseits das Studium derselben erleichtert habe." Aber nicht zufrieden, diesen Schatz geistiger Fülle und wissenschaftlicher Erkenntnis bloß in seinen Werken niedergelegt zu haben, war Pleischl vielmehr darauf bedacht, ihn durch konkrete Gestaltung dem allgemeinen Wohle unmittelbar zuzuwenden. Er war der Erste, der den Gedanken faßte, eine sichere Grundlage zu einer medizinischen Topographie Prag's zu schaffen. Zu diesem Behufe unterzog er das Grundgestein von Prag, den Uebergangsthonschiefer, einer chem. Analyse, gleichwie er auch, der Erste, das Wasser der Moldau, der Wasserleitungen, der vorzüglichsten und am häufigsten in Anwendung gezogenen öffentlichen Brunnen, der Krankenhäuser, Erziehungshäuser u. s. w., in Prag chemisch-physikalisch unter­suchte. (Abhandlungen der königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften.)

Seine chemischen Untersuchungen erstreckten sich überdieß auf mehrere Mineral­quellen in der Nähe von Prag. Z. B. die Quelle im Pstroßischen Garten vor dem Roßthore; jene in Bubentsch, in Küchel u. a. Auch von Prag entfernte Quellen hat er analysirt, z. B. auf der Herrschaft Brandeis, Raduitz, Smeöna u. s. w.

Im Aufträge der Behörden hat er untersucht:

a) Das Glaubersalzwasser in Püllna;

b) das Wasser in der Houska bei Brandeis;

v) das Lochotiner Wasser bei Pilsen;

6) die Elisabethquelle bei Her^manmvftec;

e) die St. Wenzelquelle bei Tschachwitz;

1) die Mineralquelle nächst Mariaschein bei Teplitz, genannt der Freßbrunnen;

g) die Moorerde bei Karlsbad, wo er zugleich eine Anleitung beifügte, diese ge­wöhnliche Moorerde der Dorotheenau mit den Bestandtheilen des Karlsbader Wassers zu schwängern und dadurch in einen Mineralmoor zu verwandeln, der auch mit dem besten Erfolge zu Moorbädern«, s. w. angewendet wird;

h) die Wiesenquelle in Franzensbad, deren Analyse Professor Dr. Gustav Wolf zu Ende führte.

Die ihm 1838 ebenfalls zugedachte chem. Untersuchung der Marktquelle in Karls-

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