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Sie der gemeinen Sterblichkeit vergessen,

Vom Uebermuthe eig'ner Größe trunken?!

Führ' mich von hier, fort in die fernste Ferne,

Fort von der Asche ausgebrannter Sterne!"

' I. C. von Zedlitz.

Die Dorfkirche.

In einem Dcrst, am frühen Morgen, Sah' ich ein Kirchlein essen fteh'n,

Und wie's mir freundlich schien zu winken, Trieb mich das Herz, hinein zu geh'n.

Nur wenig Beter fand ich knie'n,

Denn Werktag war's und Erndtezeit;

Ein greiser Priester sprach den Segen Und hielt das heil'ge Mahl bereit.

Da naht' ein Weib sich dem Altäre,

Den zarten Säugling an der Brust,

Ihr Antlitz schwamm in Doppelgluthen Der Andacht und der Mutterlust.

Und als ihr Mund das Brodt des Lebens Empfangen aus, des Priesters Hand,

Sie's kaum berührt mit ihren Lippen Und mit verklärtem Blicke stand,

Da drückte schnell in hoher Wonne Sie an den Mund den Säugling zart, Reicht' ihm den Theil der Himmelsfpeise, Den sie ihm liebend aufbewahrt.

O, süße Macht der Mutterliebe,

Die Götterblume dieser Welt,

Die Alles theilt; den Leib des Herren Selbst nicht für sich allein behält!