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Zieh', junge Frau, mit frommem Tröste, Und reicher Segen sei dein Theil!
Wie du vertraut, so sei erhöret,
Dem Kinde blühe Glück und Heil!
Und weinend trat ich aus der Kirche Und dacht' an ein entferntes Grab:
Dort ruh't schon längst, bedeckt von Rasen, Die beste Mutter, die es gab.
Die hätte wohl, wie Pelikane Die Brust sich öffnen für die Brut,
Auch ihre Kinder gern genähret Mit ihrem besten Herzensblut.
I. §. von Zedlitz.
Beethovens Begräbnis.
Was strömt das Volk dort jenem Haust entgegen, An dessen Thor' sich seine Woge bricht?
Unzählbar eilt es hin auf allen Wegen,
Es faßt der Raum die Fluch der Menge nicht! — Und von den Thürmen tönt's in dumpfen Schlägen, Um einen Sarg reih't sich der Fackeln Licht,
Und Trauersang und der Posaunen Klänge Ertönen in's entfernteste Gedränge.
Liegt dort ein König? Geht ein Fürst zu Grabe, Daß weinend ihn ein ganzes Volk beklagt?
Ich sehe nichts von Herrscherbind' und Stabe Auf jener Bahre, wck das Kreuz nur ragt.
Und doch war eine Krone seine Habe,
Und doch ist es ein König, den ihr tragt:
Gekrönt hat ihn die himmlische Kamöne,
Und König ist er in dem Reich' der Töne.

