erreicht worden, als durch diesen Tod. Was bedarf ich mehr, um getrost zu seyn? Ich mag es freilich nicht fassen können, warum gerade mich die Noch drückt, die ich trage, warum vornämlich mir soviel zngemuthet wird, warum meine edelsten Absichten mißlingen, und meine bescheidensten Wünsche verei­telt werden? Aber ich will nicht zagen, und ans den Rath Gottes merken. Oft wider alles Erwarten werde ich da, wo alles dunkel und verworren war, Absichten und Zusammenhang gewahr werden; ich werde durch die Unfälle, die mich betroffen haben, mit Einsichten und Erfahrungen mich bereichert se­hen , die ich sonst nimmerruehr erlangt hätte; ich werde beym Kampfe mit Widerwärtigkeiten Tugen­den üben lernen, zu welchen das Glück keine Gele­genheit hat. Ich darf überdieß nur dulden, wie Je­sus, ich darf mich nur erinnern, daß mein Schicksal hier blos angefangen wird, uitb für die Ewigkeit be­rechnet ist, um die Hoffnung fassen zu können, es werde mir alles zum Besten dienen, keine meiner Thräuen werde umsonst auf die Erde fallen, und ich werde einst von meiner Thränensaat arndten ohne Aufhören.

Denn auch durch diese Hoffnung erquickt mich das Abendmahl des Herrn beym Gefühl irdischer Noch; es läßt mich empfinden, daß sie für den treuen Dulder verherrlichend sey. Muß es mich ausrichten, eine Versicherung, ein Unter-