XIII
fahren finden nicht statt; sie liegen blos im Hintergrund der Muthmasungen; man führt ihn nach Kassel. Hier lös’t sich das Räthsel. Frie a drich, damaliger Landgraf zu Hessen, der grofse Leute beim Militairdienst liebte, war der höchsten Wahrscheinlichkeit nach, durch einen Soldaten von Eddigehausen^ den alter Privalhafs, W'eil sein Vater durch Henrich Thilenius an dem Ankauf des schon genannten Vorwerks gehindertwurde, dazu antrieb, auf die ausgezeichnete Grofse des jungen Thilenius aufmerksam gemacht, und dadurch zu einer Handlung verleitet, die sich vor dem Forum der bessern Ueberzeu- gung nicht verantworten läfst. Thilenius sollte Soldat werden; glänzende Versprechungen eines Avancements, sobald der Dienst erlernt sey, zuvorkommende und schmeichelnde Behandlung der Officiere, konnten seinen Widerwillen gegen eine Laufbahn nicht besiegen, die ihn in dem Fortgang seiner schönsten Hane hinderte. Eine Lage, die dem jungen Mann um so drük- kender w r ar, da er bei der Liebe für seine Kunst und dem frühen Enthusiasmus durch sie w r ohl- thätig zu wirken, augenblicklich Mittel und Wege abgeschnitten fand, irgend einen Schritt für seine Befreiung zu thun. Mit einer Resignation, die dem für seine Wissenschaft glühenden Jüngling gewifs nicht leicht W'urde, mufste er, der der Pallas Hygea an ihrem reinen Altar

