gehuldigt hatte, Bellona ein erzwungenes Opfer bringen. Doch er war für einen schönem Wir­kungskreis bestimmt, als den, den ihm die Willkülir Friedrichs vorzeichnen wollte. Die Eltern trauerten um den hoffnungsvollen Sohn und flehten bei dem Landgrafen, aber vergebens um seine Loslassung. Sie w r endeten sich nun an die Universität, in deren Schoos er seine Kenntnisse für hohem Beruf sammlete und deren Autorität lind angedrohter Bericht an den König von England es bewirkte, dafs Thilenius nach einem Itägigen Aufenthalt in Kassel zu Frie­drichs grofsem Misvergnügen wieder frei gege­ben wurde. Es gereicht der Universität Göttin­gen zur Ehre , dafs sie unter ihrer Aegide sich eines jungen Mannes annahm, der in der Folge so viel leistete. Es setzt voraus, dafs ihrem Scharfblick ihres Zöglings Anlagen und die künf­tigen Früchte derselben nicht entgangen waren.

Mit neuem Eifer vollendete nun Thilenius seinen academischen Cursus. Der a 4 te Julius 1765 war der Tag, w r o er unter dem Vorsitz von Rud. Aug. Vogel den medicinischen Cathe- der bestieg und vielversprechende Proben sei­nes künftigen Wirkens niederlegte. Er verliefs nun Göttingen, die Wiege der Kunst, und kam mit reifen Kenntnissen seines Fachs und mit Ei­fer, sie zu vermehren, in das väterliche Haus