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II. SLttensprüche Ln Neimen
Wer Grausamkeit am Thier verübt Den weder Gott noch Menschheit liebt.
Wer an der armen Lhiere Schmerz Wie ein Tyrann sich weiden kann, Der hat gewiß kein gutes Herz.
Halt Alles lieb, was schwebt und lebt, 2n jedem Theil die Gottheit lebt.
Kleines Böglein, froh wie mich Schuf der liebe Gott auch dich.
Den Käfer und da- Vöglein liebt
Ein Gott, der Speis und Freud' ihm giebt.
Den schönen Schmetterling, sich wiegend in der Lust, Den will beschauen ich, dann gönnen ihm den Duft.
Den Käfer quäle nicht, dies zeigt ein böser Herz, Dir macht es wenig Lust, ihm aber großen Schmerz.
Quäle nie ein Thier zum Scherz, Denn eö fühlt wie du den Schmerz.
Wer schon der Thiere Qual nicht scheut, Ist auch zur Mcnschenpein bereit.
Wer jetzt das Thierlein liebt, wird einst auch Menschen lieben, Wer jetzt daS Thierlein quält, wird Menschen einst betrüben.

