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Herzens trägt er sein Verbrechen, tief eingegraben. deutlich zu lesen. Sein Leben ist wie der schnelle Flug des Vogels; sein Tod ist die Frucht seiner Schwäche, sein Grab ein verlassener Hügel. Da liegt er nün, in tiefer Erde gebettet, von dichter Finsternis zugedeckt, in Nacht begraben, vom Dunkel gefesselt. Da verwelkt seine Blülhe, vermodert seine Frucht, verdorrt seine Hülle, da liegt er, ein Bild der Schande. — Wie, und Er, der Nidrig- geborene, wagt den Herrn des Himmels anzuflehen? mit stürmi- scher Zudringlichkeit Golt anznrufen? — —
8. Ja. Dir, o Herr, ist cs wohlbekanpt — denn was bliebe geheim vor Deinem Auge, verborgen vor Deinem Ange- sichte? Durchschallt ja Dein Blick das ganze Weltall — du kennest den Menschen gar wohl.
Daß er aus nied'rem Stoff entspringe, v Das Eitelste der eitlen Dinge; י
Ein Blatt, gejagt vyn Ort zu Ort, *י
־ Ein Halm, in Sonnenglukh verdorrt, - '
Ein Scherbe, gleich 2er Scherben mehr, !.
Ein Etwas, allen Werlhes leer.
Mit Recht wobl heißt er Sohn der Schwächen "), • Denn reich ist er an all'n Gebrechen;
Wohl menschlich") wird sein Werk genannt.
Denn Mühsam, Elend, Nichtig, Schnell ist sein. Bestand; Wohl fleischlich nennt man ihn mit Recht,
Denn frech, lässig, eitel, schlimm ist sein Geschlecht: Entstanden in der Sinne Gluth,
Erzeugt zu frevelhaftem Muth.
Ein böser Geist' H wohnt von Jugend auf in des MeN» scheu Herzen; sinnt auf llebles in seiner geheimen Wohnung, lauert auf aus seinem Schlupfwinkeln, wie die Schlange in ihren Höhlen
11 ) ’ אכרער , Mensch, was hier v. Stammworte א 2 (!ו , schwach
sein, abgeleitet wird.
12) Wir haben hier und in den nächstfolgenden zwei Versen das Akro- stichon des Originals nachzübilden gesucht, ohne dadurch den son- stigen Sinn der Verse zu stören. Im Original heißt cs:
ארם* אפר* ך □♦ טרה* הרא:
בשרי* בניעגהי סרוחה* וטדי* הוא;
13) -Der Dichter schildert in einer sehr beredtsamen Schilderung den

