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nistet, wie die Fliege in des Zimmers Spalten/ die den Teig be- schmeist mit ihrer giftigen Säure '*) (?r, der böse Geist, lockt den Menschen vom geraden Wege ab 15 ), und tritt dann auf un- ter seinen Peinigern; als sein Gegner ist er zu achten, alS sein erbittertster Feind. Ueberall stehen seine Hindernisse, überall liegt sein FaNggarn. Er beunruhigt den ganzen Leib, betrübt durch sein׳ Wort, verführt durch seine bösen Gedanken. Schlingen legt er, den Menschen zu fangen;/Pläne macht er, den Menschen zu stur- zen; seine'Bollwerke richtet er auf, den Menschen einzuschließen, wenn Du, Allgnädiger, nicht zum Entsätze herbeieilest '*).

Und tagtäglich erneuert sich dieser Kampf; tagtäglich wühlt er neue Pläne auf, dem Menschen Streit zu bereiten, ihn vom rech- ten Wege abzubringen, in den Abgrund der Sünde ihn zu stürzen, nachdem er, ihn berauscht mit seinen scharfen Getränken. Er gön- net ihm keinen Frieden; Fallstricke legt er vor seine Füße; mit Netzen umgiebt er seine Pfade, gräbt Gruben mitten auf seiner Straße, um das Menschenherz verzagt zu machen 17 ), um es von Fall zu Fall zu bringen; wie der -Mann, der auf den Ambos schlägt, verhetzt er dem Herzen Schlag auf Schlage. Darum mag man mit Recht das Gleichüiß führen:

Einfluß der bösen Begierde ( יצל הלע ) auf den Menschen, und welche große Gewalt sie über ihn^ausübt.

14) Die böse Begierde, wird zur Schlange verglichen, die aus dem tiefsten Winkel des Herzens hervorbricht, den Menschen zu ver- , derben, zur Fliege, die mit ihrem Gifte ׳ das Herz auftreibt und sein Werk ungenießbar macht.

Id) Die böse Begierde stellt sich erst als Freundin, um dich zur Sünde zu verführen, doch nach geschehener That erkennst du'sie äls deine Feindin. ,Erst läßt sie dich das Schlangengift der -Verführung kosten, und dann den Schlangenbiß.des Gewissens fühlen.

16 ) Gegen die Versuchungen der Sünde findet der Mensch die beste Zuflucht bei Gott; die Sünde ist des Menschen Feind, Gott aber sein treuester Verbündeter. ^ "

17) Wer sich einmal mit der Sünde eingelassen, ihr die Herrschaft über sich cingeraumt hat, , der hat kaum den Muth mehr, wenn auch sein besseres Selbst sich regt, ihren Anschlägen' zu widcrste- hen;' sein Herz gleicht dem Ambos, der die Schläge des Arbeiters erdulden muß. So schlägt die Sünde das Herz mit immer neuen Schlägen, und der gesunkene Mensch kann's nimmer wehren.