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Sklaven, die Niemand kaufen wollte^; wie Fremdlinge, die Nie-׳ mand glaubte aufnehmen, wie Verworfene, die Niemand glaubte achten ^u dürfen: wie Trauernde, denen nirgends Trost,-wie Be- drängte, denen nirgends׳ Zuflucht geboten wurde.

Seit jener Zeit, da sind wir worden, wie ein leeres Gefäß, entblößt von allem Guten. Cs ist nicht Prophezeihung und Offen-, barung mehr, wir wandeln und tasten wie Blinde- Die Guten i| 1 ! sind seltener worden, und die Edelmüthigen sind nicht leicht zu sinden. Müde werden die Geber, und der Reiche will sich nicht erbarmen bes Dürftigen. Die Geitzigen kommen empor, die Fal- . ״ scheu grünen und blühen; die Wohlthätigen werden unsichtbar, die 8 Uneigennützigen halten nicht Stand. Der Undank nimmt zu, das Mitleid nimmt ab, das Heil entfernt sich vom Menschengeschlechte.

O, Herr unser Gott! wir haben uns verirrt, laß Du uns nicht in der Zrre; wir haben uns vergangen, a verwirf uns nicht.

Haben wir uns von Dir entfernt, so zieh uns wieder an Dich;

nähern wir uns Dir, so 'entferne Dich nicht. Klopfen wir bei 1 ־

Dir an, so weis' uns nicht ab; haben wir gefehlt, o richte uns ׳ ט >!

nicht zu Grunde.

Ach, wir wissen es wohl! wegen unserer Sünden darf uns ״ ׳ !,

bange sein. Wir folgten Dir nicht, und geriethen in den Jrthum. 1 : .01

Deine Gebote haben wir verlassen. Dein heiliges Wort hinter uns ־'־:

geworfen; Deine Größe haben wir nicht verkündet, die Pfade der G Sittlichkeit haben wir zerstört, und weit entfernt haben wir uns ־;.־י' , י von der Stätte unseres Lebens. Was sollen wir noch sagen? wo- ^ ^

mit uns rechtfertigen? was erwiedern, wenn Gott mit uns rech- ' ck- tet? Gutes hat er uns gcthan, und mit Bösen haben wir's ver- / . ;

gölten. Auf welche Tugend können wir pochen vor dem Angesichte unseres Herrn und Königs? '

Verhüllet euer Antlitz, sündige Menschen! fastet und thut Buße! bekennet eure Sünden! betet, betet, daß der Herr euch Gnade erweise!

Darum, Herr unser Gott, sind wir heute vor Dich gekommen V mit reuevollem Herzen, an dem heiligen Tage, welcher uns noch ein herrlicher Ueberrest ist von Deiner erhabenen Verehrung in 1.. Zion und zu Jerusalem; an welchem uns das Geständniß unserer Sünden Vergebung, die Kasteiung unseres Leibes Versöhnung er- werben soll. Ja, diesen heiligen Tag hast Du eingesetzt zur Til- gung unserer Schuld, zur Aufhebung unserer Missethat; diesen Tag, an welchem wir Liebe und Freundschaft einsetzen, an welchem . ׳ <*./

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