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wir Neid und Haß verbannen sollen; diesen Tag, an welchem Du Dich gnädig zu uns. herablässcst, uns wieder, aufzunehmen als Deine reuigen, gebesserten Kinder. '

Herr, unser Gott! schaue voll Gnaden auf den Ueberrest Dei- »er Gemeinde Israel, schau voll Huld und Treue auf Dein glau- benstreues Volk! Immer noch versammeln sie sich an dem heuti- gen Tage in Deiner Wohnung, wie einst ihre Vorfahren in Dei- »en heiligen Vorhöfen. Erhöre heute unser Gebet für unsere Religivnsgemeinde, für das Haus Jakob's-und die Nachkommen Israels. Laß es genug der Leiden sein, welche über uns ergangen, sind. Vertilg uns nicht! Lösch' unseren Namen nicht aus Dei- nem Buche! Beglücke das Häuflein Israel in allen Ländern sei« »es Aufenthaltes! Laß eine neue Morgeuröthe für unser Heil anbrechen; laß Dein Licht leuchten in die Finfterniß, wende Dich zu Deiner Gemeinde Israel mit großem Erbarmen! Heitere sie auf die betrübte Wittwe! Führe die Freude herbei der Einsam- wohnenden! Laß den Quell ihrer Thronen versiegen,^ bald und in unseren Tagen

Herr, unser Gott! üllweiser Lenker unserer Schicksale! wir können Deine Rathfchlüsse nicht ergründen. Deine Geheimnisse Nicht durchschauen; wir wissen nicht, wozu Du den Rest Israels »och bestimmt hast; zu welchen hohen Zwecken Du uns durch so viele Jahrhunderte des Kummers und des Elends erhallen hast bis zu dieser Zeit. O erhalte uns ferner, Herr, unser Gott, in dem Lichte Deines Glaubens! Laß von der Herrlichkeit Deiner Lehre unser Gemüth immer mehr durchdrungen werden! Gieb, daß wir alle zusammen, gleich unseren Vorfahren in ihrer Trüb- s.ck, auch in dem Lichte einer besseren Zeit ausharren in dem Be- kenntnisse Deines einzigen, hochgelobten Namens; daß. wir nie müde werden Deines Dienstes; daß wir von keiner Versuchung das Erbe unserer Väter uns nehmen lassen; daß wir alle, so wie wir heute Deinem Gebote gemäß auf Speise und Trank und jeden irdischen Genuß verzichten, daß wir-ebenso gerne auf man- chen Vorzug dieses Lebens, auf manche seiner Güter Verzicht lei- sten, um Dir zu genügen, um Dein heiliges Gut zu erhalten. And nimm, Herr, unser Gott, die Opfer, welche Dir Deine Gy- meinde Israel in Deinem Dienste bringt, nimm sie gnädig an! Und führe sic immer mehr herbei jene herrliche Zeit, wo Du be- kannt machen wirst vor den Augen aller Völker, daß es keinen Gott giebt ausser Dir; wo das Licht der Wahrheit hell am Him-

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