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Gekreuzigter Heiland! der du in erfindungsreicher Liebe unter der Gestalt des Brotes dich verborgen hast: was kann ich von dir nicht Alles hoffen? Deines Vaters Allmacht hat mich erschaffen und deine Weisheit will mich jetzt ernähren! das zeitliche Leben habe ich von Gott dem Vater, meinem Schöpfer; das ewige hoffe ich durch Gott den Sohn, meinen Erlöser. Mein Vertrauen zu dir ist so kräftig, meine Hoffnung so mächtig, daß ich an meinem Heile nicht verzweifeln kann. Dein Kreuzestod gab mir das Leben wieder, dies Brot macht mich unsterblich; weniger war zu hoffen, daß du für mich sterben solltest, als daß ich durch dich das ewige Leben erhielte. Der Lohn, welchen du mir versprochen hast, ist unendlich; die Speise, welche du mir bereitet hast, ist geheimnißvoll, und da ich hier zeitlich diese unbegreifliche Speise genießen kann, so kann ich auch dort ewig den unendlichen Lohn hoffen; denn eher wird der Himmel in die Tiefe sinken, als daß du deinem Worte untreu würdest. O Nahrung der Unsterblichkeit! mein ewiges Leben ist eine Wirkung deines Empfanges; dein Leib und Blut ist mir das Unterpfand, daß du jenen, die du zu ihrer Beseligung so oft gespeiset hast, die Seligkeit auch verleihen werdest.

