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Das Interesse Frankreichs für die Erhaltung der Festungs- - werke Genfs ist so bedeutend, daß es uns nicht verwundern konnte, wenn es gegen die Schleifung protestiren würde; das Interesse der Eidgenossenschaft ist so augenscheinlich, daß wir uns verwundern müßten, wenn sie für die Erhaltung einschrei- ten würde.

Vom Widerstandsvermögen der Festungswerke.

Im Anfang des vorigen Jahrhunderts hatte Genf Befesti­gungen, die besser als die heutigen ihrem Zwecke entsprachen. Aus politischen Gründen, aufdi'e wir weiter unten zurückkommen, wollte aber die damalige Aristokratie ausgedehnte Festungswerke haben. Sie beschloß, aus dem linken Ufer die alten abzubrechen und neue zu bauen und ließ zu diesem Zweck einen Ingenieur aus Holland kommen, der in seinem flachen Lande ein soge­nanntes Bcfcstigungsystem, d. h. eine mehr oder weniger zweck­mäßige bastionirte Fronte advptirt hatte. Diese wurde nun, ohne alle Berücksichtigung der topographischen Verhältnisse so oft auf den Umfang der Stadt getragen als die Länge einer Fronte im Umfang enthalten ist, gerade so gedankenlos, als handelte es sich mit dem EUstab ein Stück Tuch zu messen. Dieses Verfahren verursachte der Republik ungeheure und größ- tentheils unnöthige Kosten und führte die wesentlichen Mängel der Befestigungen herbei. Auf den durch ihre Lage starken Punkten wurde die gleiche lluzahl von Werken angehäuft, wie auf den natürlichen Angriffspunkten, so daß für eine Menge