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Das Trockenstübchen ist ein kleines, wohlverschlossenes Behältniß, welches man nach Bedarf oder nach Gelegenheit, wo man es hinsetzen läßt, größer oder kleiner von Backsteinen anfführen läßt. Inwendig sind an den Seiten Latten angebracht, um Breter, Siebe und Schiefertafeln darauf setzen zu können; man baut es, wenn der Platz dazu da ist, vorzüglich gern neben den Backofen oder die Backröhre, weil es da durch die Heizung zugleich mit erwärmt wird und man, ohne ein Kohlenbecken hinein zu setzen, darin trocknen kann.
8. Von einigen allgemein erforderlichen Kenntnissen und Vorrichtungen.
1) Staubzucker.
Um Staubzucker zu feiner Glasur zu Verzierungen herzurichten, muß vor allem die größte Reinlichkeit beobachtet werden, namentlich darf kein Mehlstäubchen hinzukommen, und der im messingenen Mörser zerstoßene Meliszucker, oder Raffinat, welcher letztere allemal besser ist, muß ein- auch zweimal durch das feinste Liebchen gearbeitet werden. Nur bei der Beobachtung dieses wird man eine schöne Glasur bekommen.
2) Hagelzucker.
Man erhält denselben von zerstoßenem Zucker nach Absiebung des Staubzuckers durch das zweite und dritte Siebchen in zwei Sorten, sein und grobkörnig. Den grobkörnigen verwendet man zu Zuckerbrezeln, Thee- waaren u. s. w. Aus dem feinern bereitet man
3) Bunten Streuzucker.
Nachdem man verschiedene Farben flüssig dargestellt hat, nimmt man nach Belieben feinen Hagelzucker auf ein Papier, taucht eine Feder oder einen Pinsel in eine

