Aufgabe i—5.
Es kommt bei der Behandlung dieser Aufgaben hauptsächlich darauf an, die Schüler erkennen zu lassen, daß sie, indem sie von den in den Aufgaben bezeichneten Dingen oder Gegenständen Etwas aussagen, Sätze bilden, und daß diese Sätze, in Hinsicht der Beschaffenheit der Aussage, von dreierlei Art sind.
Für Anfänger im Lehrfache ist es wichtig, daß sie sich vor dem Unterrichte ganz klar darüber sind, was sie die Schüler in methodischer Stufenfolge erkennen lassen wollen; also bei den in Rede stehenden Aufgaben etwa Folgendes:
1. Die in den Aufgaben vorkommenden Wörter bezeichnen oder nennen Dinge, Sachen, Personen, kurz Gegenstände.
2. Es sind also Namen für Gegenstände oder Dinge — Dingwörter, Hauptwörter, Substantive.
3. Viele Gegenstände äußern selbst eine Thätigkeit, an vielen wird eine Thätigkeit geübt; jene thun Etwas, mit diesen wird Etwas gethan, es geschieht Etwas mit ihnen, an ihnen, sie leiden, erleiden Etwas.
4. Indem man von einem Gegenstände aussagt, was er thut oder leidet, braucht man eine zweite Art von Wörtern, das Thätigkeits- wort, Verbum.
5. Das Hauptwort erhält im Deutschen einen großen Anfangsbuchstaben, das Thätigkeitswort nicht.
6. Wer Etwas von einem Gegenstände aussagt, der urtheilt über ihn.
7. Ein solches Urtheil heißt in der Sprache (Grammatik, Sprachlehre) ein Satz.
8. Ein Satz entsteht, indem man von einem Gegenstände Etwas aussagt, — indem man über ihn urtheilt. (Genetische Erklärung.)
9. Ein Satz ist ein in Worten ausgedrücktes Urtheil.
10. Ein Satz enthält — muß nothwendig enthalten — Zweierlei: einen Gegenstand, von welchem Etwas ausgesagt wird, und das, was ausgesagt wird. Er kann noch mehr, aber nicht weniger enthalten.
11. Diese beiden Bestandtheile eines Satzes heißen Satzglieder; der Gegenstand der Aussage wird als Satzglied Subjekt oder Satzgegenstand genannt, das Ausgesagte nennt man Prädikat.
12. Subject und Prädikat sind nothwendige, wesentliche oder Hauptsatzglieder.

