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lieh ihm sein Landsmann Rieger, des Zimmermanns Sohn. Zum Studiren beim Professor brauchte er etwas offenen Kopf und dazu guten Willen — beides hatte ihm wiederum Gott gegeben. So war denn Alles wohl bestellt.
Doch bald konnte der irdene Kosthafen in Ruhestand gesetzt werden, denn die Schnepfen fingen an zu wirken. Dies verhält sich so. Es kam der Sohn des wohlhabenden Generalmünzwardeins in die Schule mit dem Aufträge vom Herrn Vater, der Lehrer möchte ihm einen von den ärmsten Knaben zum Famulus geben. Da eben wirkten die Schnepfen — Sailer ward Famulus. Zn dem Hause des edeln Münzwardeins nun genoß er die Mittagskost sechs Zahre lang. Und als er endlich entlassen wurde, drückte ihm der Hausherr noch zwei Ducaten in die Hand, mit den Worten: Wenn du Mangel hast, so komm nur zu mir, ich verlaß dich nicht.
Der Herr läßt niemanden darben, der guten Willens ist, ihm zu dienen. War es für den jungen Sailer augenblicklich ein harter Verlust, den Tisch des Herrn Münzwarbeins verlassen zu müssen, so wurde ihm bald hierauf der Tisch doppelt gedeckt, nämlich nicht bloß Mittags, sondern auch Abends: Mittags im Hause des Landschaftskanzlers, Abends im Pförtnerstübchen des Clericalseminars. Für des Leibes Nahrung und Nothdurft war also gesorgt. Wie stand es nun mit der Pflege des Geistes, mit der Bildung des Herzens?
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