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brüstet haben, ein Schüler Sailers zu fern, indem er seine Art von Innerlichkeit zur Schau trug; und berufen sich nicht heutigen Tages noch gewisse Geistliche, die den Leib der Kirche nicht in seiner ganzen Gliederung wollen, darauf, daß sie in der Schule Sailers gebildet sind? Doch Dieses und Aehnliches dem künftigen Biographen Sailers zur Auseinandersetzung überlassend gedenken wir nur des rührenden Abschiedes, welchen der öffentlich Gekrankte von seinen Schülern nahm. Unter den Papieren^ und Schriften, welche der Verfasser dieses Versuchs vor sich hat, befindet sich auch ein Andenken für die dem Prof. Sailer treu ergebene studirende Jugend. Dasselbe ist betitelt: An meine Schüler bey ihrem Ab- .schiede von der Universität von I.M. Sailer. 1794. Monita discipulis suis Acadejniae valedicentibus data a J. M. Sailero. Auf der einen Seite deutsch auf der andern lateinisch. Dieses Schriftchen lautet also.
„Was ich seit zehn Jahren in eure Seelen mit Wort und Beispiel legen wollte, sey, zur Erneuerung der früheren Eindrücke, am Schluffe meines Unterrichtes, hiemit ins Kurze gefaßt, und als Vorschrift für eure kommenden Tage empfohlen.
I. Lasset euch in eurem Denken, Wollen, Thun, Lehren die Glaubens- und Sittenlehre der katholischen Kirche als Richtschnur heilig seyn!
Entfernet euch nie von dieser königlichen Straße der Weisheit, Tugend, Seligkeit, damit ihr weder

