ausschreyt. Es leuchtet wohl von selbst ein, daß, wenn ich mit Christus und den Aposteln unter die Prediger des mystischen Unstnns gesetzt werde, ich mich in guter Gesellschaft befinde und sofort in dem Schimpfnamen des mystifirenden Theologen die höchste Ehre und die entschiedenste Lobrede ausgesprochen ist. Es kann also die Anschuldigung des Mysticismus, wenn fie von der zuletzt beschriebenen Par- tey herrührt, in Deutschland, das jene Partey kennt, ein Verdienst und in Italien, wo man den Sinn und Geist jener Partey nicht kennt, eine Religionsgefährliche Lehre bezeichnen, woraus denn auch wieder erhellt, daß man, um über deutsche Priester richtig zu urtheilen, eine vollständige Kunde von dem Gange deutscher Bildung und Verbildung haben müsse.
Das ist mein offenes Bekenntnis', das ist meine innerste Ueberzeugung, das ist meine ganze Gesinnung. — Ich denke, schon die Art dieses Bekenntnisses so wie der Inhalt dieser Darstellung sollte, wenn sie auf sachkundige Richter träfe, alle Mißverständnisse zu heben, alle falschen Gerüchte zu widerlegen, alle Lästerungen zu zernichten, alle Zwietracht zu versöhnen im Stande seyn.
Dieser Erklärung darf ich zur Steuer der Wahrheit, kraft meines innersten Selbstbewußtseyns, auch die noch beysetzen, daß mir Gott, nachdem ich lange genug nach meinem besten Wissen und Können für die göttliche Wahrheit, für Religion und Kirche, gearbeitet und mitunter auch gelitten habe, nun auch den

