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gegen seyn, wie denn der katholische Ritus fihr sinn­voll drei Bischöfe zur Weihe eines neuen erfordert. Alle Anstalten waren getroffen: der alte Dom feier­lich geschmückt, die Ceremonien vorgeübt, die Hono­ratioren der Stadt eingeladen. Da erkrankte ich plötzlich am Vorabende. Bestürzung ergriff die freu­dig gestimmten Gemüther, denn nun konnte die Weihe am folgenden Tage nicht gehalten werden. Schleunig ward ein Eilbote an den Bischof von Passau gesendet, mit der Bitte, daß er herbeieile, damit die Weihe wenigstens am nächstfolgenden Aposteltage statt finden könne. Eine Taubenpost wäre da erwünscht gewesen; und siehe da, eine Taubenpost höherer Art! Der einst in Gestalt einer Taube erschienen war, der einen Ha- bakuk, einen Philippus auf WindeSfiügeln hingetra­gen hatte, wo man ihrer bedurfte, derselbe heilige Geist zeigte sich auch hier, bei diesem heiligen Werke, auf eine besondre Weise thätig. Er führte den Bischof von Passau schon leibhaftig herbei, als noch kaum der Eilbote die Stadt verlassen hatte. Er hatte ihm am Abende zuvor plötzlich den Wunsch in's Herz gegeben, die versammelten Bischöfe in Regensburg mit einem Besuche zu überraschen und nöthigenfalls seine Dienste bei der heiligen Handlung anzubieten. Unter­wegs ward der Wagen heftig umgeworfen, allein der unsichtbare Führer hatte die drohende Gefahr abge­wendet. Wie ein Engel Gottes stand nun plötzlich der Willkommene vor den Ueberraschten da. Nun konnte die schon abgesagte Feier wieder auf den näch­sten Tag angesagt und gehalten werden. Diese

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