Porzecz, als er von Polozk zurückkehrte. Auf den Privat- Hütern bemächtigte man sich mit Gewalt der unitarischen Cerkievs. Madame Baszczewska, Eigenthümerin, im Di- firict von Horodio wohnend, weigerte sich, den Schlüssel ihrer Kirche herauszugeben, welche auf Kosten ihrer Eltern Eltern gebaut worden war. Sogleich schleppte man sie ins Gefängntß und bedrohte sie mit einem Criminalproceß wegen Ungehorsam gegen die kaiserliche Regierung. Auf Liese Art wurden bloß in der Starostie Jezierzyce mehr als 11,000 Seelen gewaltsam zum Schisma convertirt. Schröder erhielt zur Belohnung für die Bekehrung von 30,000 Unitariern ein jährliches Einkommen von 1200 Silberrubeln, welche späterhin in eine Summe von 33,000 Papierrubeln, einmal zahlbar, verwandelt wurden, folglich einen Papierrubel für eine convertirte Seele. Späterhin fiel dieser elende Mensch wegen Betrügereien jeder Art in Ungnade. E r mußte Witebsk verlassen, und ging Nachts zu Fuße fort, aus Furcht, von den Einwohnern er­kannt zu werden. Seine Angst war nicht ungegründet. Sein Wagen, in dem sich nur seine Frau und seine Kinder befanden, wurde von dem auf der Brücke der Dawina ver­sammelten und ihn erwartenden Volke überfallen. Als das Volk Schrödern nicht gefunden, verhöhnte es seine Familie, und ließ sie, von Verwünschungen verfolgt, ziehen. Fol­gende einzelne Züge mögen dazu dienen, das düstere Bild dieser unseligen Ereignisse zu vervollständigen: Eines Ta- es, als die Gefängnisse von Witebsk dergestalt angefüllt waren, daß für die neuen Ankömmlinge kein Platz mehr vorhanden war, und der Gouverneur Mangel an Brod und Wasser für diese ganze Menge hatte, fand er sich genöthigt, sie freizulaffen. Diese Unglücklichen erklärten aber, daß sie im Gefängniß bleiben wollten. Man berichtete es dem