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Gouverneur, der die ältesten der Gefangenen kommen läßt, die ihn mit Thräneu in den Augen bitten, daß er sie im Gefängnisse behalte, damit sie nicht mit dem Namen eines Apostaten vor ihren Frauen und Kindern erscheinen müßten, weil sie den Tod oder ein ewiges Gefängniß der Schande vorzögen, ihrer eigenen Familie zum Spotte zu dienen. Schröder suchte ihr Gewissen zu beruhigen; doch sie antworteten ihm: Wissen also, Eure Herrlichkeit nicht, daß der Satan unsre Seelen holen würde, wie er es mit denen des Vaters Wasil und des Vorstehers Dzidmid ge- than? Dasselbe Loos erwartet alle jene, die zu dem gottlosen Werke Hand angelegt." Dieser Wasil und Dzidmid waren nämlich beide einige Wochen darauf gestorben, nachdem sie ihre Dörfer zum Schisma convertirt hatten. Ein unerschütterlicher Vertheidiger der unirten Kirche war der Metropolit Bulhak. Weder Drohung, noch Gunst konnte dem ehrwürdigen Alten irgend eine Zustimmung abgewin- nen. Er zeigte sich auch niemals mehr öffentlich mit dem Stern des St. Andreas-OrdenS, den er früher zur Auszeichnung seiner Verdienste erhalten hatte. Die Kirchen, welche das Volk jeden Sonn-und Feiertag zu besuchen von den Popen gezwungen wird, stehen auch an andern Tagen zwar offen, aber leer. Wenn man die Dorfbewohner wahrhaft beten sehen will, so muß man die Kirchen RachtS besichtigen. Man wird sie zwar geschlossen finden, aber ringsum wird man ganze Familien treffen, die auf der Erde im Gebete liegen, und sie mit ihren Thränen vetzen, bis das Morgenroth sich erhebt."

