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Ein rechtschaffener Mann aus dieser Stadt bat ihn um ein Darlehen; der Selige, ungeachtet er kein Geld hatte, vermochte es dennoch nicht, ihm seinen Beistand zu versagen; denn der ehrliche Mann wollte es seinem Sohne schicken, der in Paris studirte. Der Selige kam zu uns, und wir liehen *6 ihm. Er sagte, es sey vielmehr eine Gabe, als ein Dar­lehen, und ich glaube es auch, daß dem in der That so war; der Selige aher hat es uns alles wieder erstattet.

Oft gab der Selige seine Wäsche, seine Kleider, seine Schuhe sogar her; einmal zog er letztere von- den Füßen, um steherzuschenken, wie mir sein Die­ner, welcher Augenzeuge gewesen, und den er überhaupt auch brauchte, alle obenbesagte Sachen einznkau- fen, um ste den derselben bedürftigen Armen zu ge­ben, gesagt hat. Ich glaube, wenn dieser Selige stine Kasse hatte führen müssen, so hätte er nicht anders können, als gar alles in dergleichen Wohl- thaten ausgeben.

Zwei Jesuiten Patres sagten mir im Jahre nach dem Tode uusers Seligen, ste hätten mit einem Schullehrer in dem Dorfe Faucigny gesprochen, der ihnen ein Leibchen gezeigt, das er ihm ge­geben. Der arme Mann war in einem Winter- schlecht gekleidet, und als er, nachdem ihn der Se­lige gefragt: ob er nichts Wärmeres anzuziehen habe, mit Nein geantwortet, ging der Selige in sein Ca­binet, und zog sein eignes Camisol aus, und brachte es ihm heimlich, und dieses Camisol wird jetzt in