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Aber Gott segnete ihn dergestalt, daß es eine ge- wißermassen wunderbare Sache ist, wie er einen so großen Haushalt, der sehr ehrenhaft war, unterhal­ten , und doch noch beständig so viel Almosen austhei- len konnte, und die Gastfreiheit ausüben. Er be­herbergte alle durchreisenden Klostergeistliche, die in der Stadt kein Haus hatten, so wie mehrere Geist­liche, die bei gewissen Gelegenheiten hieher kamen. Der Selige übte diese Tugend mit so großer Liebe aus, daß jeder darüber entzückt war. Er trug große Sorge, sie wohl zu beherbergen und ehrenhaft bedienen zu lassen.

Zweimal in der Woche, am Montag und Don­nerstag wurde in seiner Wohnung allgemeines Al­mosen verabreicht; außerdem vertheilte er noch täg­liche Almosen, und zu gewissen Zeiten des Jahres be­fahl er dieselben reichlicher zu spenden. Mehrere glaubwürdige Personen und Augenzeugen versichern, der Selige habe Keinem, er mochte ein Fremdling oder ein Anderer seyn, Almosen verweigert, und wenn der, welcher das Geld für die Armen zu ver- theilen hatte, nicht gerade da war, nahm er welches zu leihen, und gab Jedem das, was er gerade bedurfte.

Als er auf seiner letzten Reise in Paris war, verlangte er acht oder zehen Thaler auf eine kleine Dose von Lapis Lazuli; ich weiß mit Bestimmtheit, daß er das Geld einem armen Fräulein gab, das er, wie ich glaube, zu unserm heiligen Glauben bekehret, oder der er sonst irgend einen andern wesentlichen geistlichen Dienst geleistet hatte.