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einige außerordentliche geistliche Uebungen sein Herz wieder auffrischen und seine Vorsätze, Gott immer reiner und heiliger zu dienen, erneuern wolle. Er schrieb mir zur Zeit dieser Uebungen, er habe die Zu­versicht, Gott zu dienen in Gerechtigkeit und Heilig­keit alle Tage seines Lebens.

Er verrichtete alle gottesdienstlichen Handlungen mir sehr großer Majestät, Ehrfurcht und Andacht;, immer sprach er von Gott, von den Heiligen und von heiligen Dingen mit einer Ehrfurcht und einer Empfindung, welche genugsam zeigten, wie groß seine Verehrung Gottes, seine Frömmigkeit und Gottes­liebe waren.

Er sagte, man müsse stets von Gott reden, wie vor Gott, und nie den heiligen Namen Jesu aus- sprechen, als mit Ehrfurcht; er konnte auch nicht dulden, daß man diesen Namen bei profanen oder nichtigen Gelegenheiten nannte oder schrieb. Er rügte solches ernstlich und wollte sogar nicht haben, daß man sagte: es ist zu kalt, oder zu warm und dergleichen, denn er meinte, dieß hieße die Re­gierung der göttlichen Vorsehung tadeln.

Ich habe erkannt, daß dieser Selige eine allge­meine Verehrung gegen die Heiligen und alle wahren Diener Gottes hegte, am meisten aber verehrte er die Heiligkeit derjenigen, die allgemeiner gewirkt und für den Nächsten gelitten und gearbeitet hatten. Der Selige predigte und sprach gern von ihrem Lobe und mit so viel Erhebung als ihm möglich war; besonders von der allerseligsten Jungfrau, von dem