hatte in keiner einzigen seiner Handlungen etwas Sonderbares, vielmehr war erbemüht, ein gewöhn­liches Leben zu führen, in dem nichts, was vor der Welt so sehr gilt, erschien. Die ganze Schönheit die­ser heiligen Seele bestand im Innern, in der Voll­kommenheit aller Tugenden, die Gott darin geordi-et, und aller äusiere Glanz dieser innern Herrlichkeit spiegelte sich in der Vollkommenheit, in welcher er seine gewöhnlichen Handlungen auf eine sehr unge­wöhnliche Weise verrichtete.

Endlich gab er den Abtödtungen, die sich von selbst ergaben, so klein sie auch seyn mochten, vor den größern den Vorzug, die aus eigner Wahl geschahen, indem er sagte: Wo weniger von unserer ei­genen Wahl ist, da ist mehr von Gott. Auch ließ der Selige auf diese Weise keine Stunde vorübergehen, ohne sich innerlich abzutödten, und verwendete dazu alle Gelegenheiten, die sich ihm dar­boten, die Abhaltungen, die ihm bei seinen wichtigsten Geschäften immerwährend störten, die Widerspräche und Hindernisse, die ihm unaufhörlich in den Weg traten: nie beklagte sich dieser Selige, weil er in Allem die Führung der göttlichen Vorsehung sah, dern Lei­tung er sich ganz und gar überlassen. Ich weiß es, ich glaube es und es ist wahr, ist eine notorische Sache.