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eine Familiarität, oder irgend eine unschickliche Artigkeit. Die meisten kamen zu ihm, um ihn in Gewissensfällen um Rath zu fragen, er ließ immer die Thüre seines Empfangsaales offen stehen, odep des Zimmers, in dem er sich befand, so lange sie bei ihm weilten. Gewöhnlich war einer seiner Almoseniere -ei ihm, oder wenigstens ein Kammerdiener, der alles sah, was er thar; er sagte: ein Bischof sollte jederzeit in Begleitung eines Geistlichen seyn, der, wenn es nöthig, Zeugniß geben könne über alle seine Handlungen.
Kurz, dieser Prälat hat immer mit so viel Weisheit, Reinigkeit und Heiligkeit gelebt, daß er stets :m Rufe eines sehr keuschen, unschuldigen und jungfräulichen Menschen gestanden. Und solches ist wahr, bekannt und öffentlich.
Dreißigster Artikel.
(Seine Demuth.)
Ad txigesimum articuluin respondit:
Ich sage, und habe immer geglaubt und aus den Worten und Handlungen dieses Seligen erkannt, daß er pollkommen demüthig war; und nicht sowohl äußerte sich diese seine Demuth in demüthigen Worten und vieler Abwehr beifälliger Anerkennung; solches sprach er nur sehr selten, und wenn es das Herz ihm eingab; denn er sprach sehr wenig von sich und was damit in Verbindung war; vielmehr sagte er, man müsse von sich weder Gutes noch Böses reden, und

