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cret unterzeichnet hatte, ausgedehnte Vollmacht. Diese Be­mühungen des Kirchenoberhauptes geschahen in keiner andern Absicht, als im Gefühle des apostolischen Hirteneifers, dem die Sorge für das Seelenheil eines Jeden theuer ist, auf daß mit der römischen Kirche ein Jeder das Heil erlange; denn es ist nöthig, daß wegen des höher» Vorzuges dersel­ben alle Gläubigen mit ihr übereinstimmen, wie sich der heilige JrenäuS, ein geborner Grieche und Schüler des hl. Polpcarp, eines der berühmtesten griechischen Bischöfe und Väter, ausdrückt. Selbst die russischen Fürsten äußer­ten Gregor dem XIII. mehrmals den Wunsch nach Wieder­vereinigung; man erinnere sich auch hier der Gesandtschaf­ten, welche ,'m 16. Jahrh. an Julius III. und im vorher­gehenden Jahrhunderte an Sirius IV. abgeschickt wurden, worüber man bei Nainald v. I. 1553 unter Nro. XL. «ito vom I. 1472 unter Nro. XLVIII. die unzweideutig­sten Beweise findet.

Der Artikel sagt nun weiter von Possevin: Da er sah, daß seine Mission in Moskau und vielen andern Städten des Reiches ohne Erfolg war, begab er sich nach Lithauen; das, nachdem es unter die Herrschaft solcher Fürsten gekommen war, die' der katholischen Religion mit Eifer anhingen, der Einführung eines fremden Cultus nickt widerstehen konnte. Lithauen war dem Katholicismus keines­wegs ftemd, da es vom Anfänge der Bekehrung jener Völker unter dem Herzoge Ladislav Jagello, d. i. nach der Hälfte des 14. Jahrh. die alten Jrrthümer abgelegt hatte, und in den Schooß der römischen Kirche gebracht wurde, wie sich Jodoch, einer der ältesten lithauischen Geschichtschreiber, aus­drückt. Eben so wahr ist es, wie Cromer berichtet, daß dieser Fürst an den Papst Urban VI. eine Gesandschaft abordnete, und ihm nack der Weise der christlichen Könige