144
Unterpfand des Heiles und als ein heiliges Erbe ihrer Väter betrachten. —
Was die Handlungsweise des polnischen Elerus zu jener Zeit betrifft, so werden wir spater davon sprechen 5 über das Uebrige würde es wohl unnütz seyn etwas zu erwähnen, wenn wir in Sibirien wären; betrachten wir indeß die Zahl der wegen der Religion dorthin verbannten Katholiken, so wird es leicht, sich zu überzeugen, wie nichtig die ganze Behauptung ist, worauf man sich in diesem. Artikel so viel zu Gute thut. Ohne uns jedoch nach Sibirien begeben zu wollen, so geht schon aus dem öffentlichen Rufe und aus unbezweifelten Dokumenten hervor^ daß nicht durch den freien Willen der Katholiken, sowohl, des lateinischen, als des griechischen Ritus, sondern durch, die heimlichen Künste, die man gegen sie in Anwendung, bringt, die so sehr gerühmte Religions-Veränderung erzielt wurde. Könnte man wohl in Betreff der unirten. Griechen, deren bloß in dem Artikel Erwähnung geschieht,, die Unwahrheit offenbarer behaupten, als wenn man sagt^ daß sie im Herzen immer dem Schisma angehangen hätten, und daß sie es nun mit Eifer und Begierde umfaßten, — wenn man andererseits sieht, wie sehr sie es mit. Wort und Thal bezeugen, in dem Schooße der katholischen Kirche leben und sterben zu wollen! — Unter den Beweisen, die wir hierüber besitzen, verdient besonders die Relation der Bewohner von Uszacz in der Provinz Witepsk bemerkt zu werden; es wird da erzählt, daß sich am 2 - Dez. 1835 eine Commission hier einfand, welche, nachdem sie das Volk versammelt hatte, es aufforderte die Religion zu ändern. Es heißt nun: „Wir protestirten aber einmü- „thig, und erklärten in unserm Glauben sterben zu wollen, „und daß wir weder einen andern verlangten, noch je

