tikel hierüber behaupten '.mag, so sind sowohl die einen als die andern weit entfernt, das Schisma anzunehmen.

Es bleiben uns zum Schlüße nur noch einige Betrach­tungen über die Handlungsweise des polnischen Clerns wäh­rend der letzten Unruhen von 1830 übrig, in wie fern nämlich dieselbe, wie im genannten Artikel gesagt wird, den Lehren des Christenthums entgegen ist. Man sollte in- deß bei einem solchen Tadel weniger Parteilichkeit für die russische Regierung zeigen. Und da in dem Artikel hie und da aus der altern und neuern Geschichte Rußlands und Polens Facta herausgehoben sind, so wäre es wohl nicht überflüßig gewesen, auch darauf hinzuweisen, daß man zwischen Russen und Polen niemals Sympathien er­wecken konnte. Man wäre auf diese Weise leicht darauf gekommen, daß die erste Ursache dieses Aufstandes in der veralteten National-Antipathie zu sinden s>y. Und wenn auch der Artikel bloß der Religion erwähnt, warum ver­schweigt er doch das, was deshalb in der letzten diesem Reiche gegebenen Constitution nach dem Wiener-Congresse gesagt wird? Gegen das Ende des Jahres 1815 gab Alexander I., Kaiser aller Reußen, als König von Polen, seinen polnischen Unterthanen eine Constitution, welche er unter dem 27. Nov. Unterzeichnete, und worin es unter Titel II. heißt:Die römisch-katholische Religion, wozu ,,sich der größte Theil der Bewohner des Königreichs Po- len bekennt, soll ein Gegenstand der besondern Sorgfalt der Regierung seyn." Zum Schluffe gibt Alexander fol­gende Erläuterung:Wir gaben und geben ihnen (den Polen) diese gegenwärtige constitntionelle Charte für uns und unsere Nachkommen." War indcß nach dem Tode Alexanders und vor 1830 die katholische Religion wirklich ein Gegenstand besonderer Sorgfalt im Königreiche Polen?