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Emilie, oder die getrennte Ehe. Von dem Verfasser der »Anna, oder Weltleben und Enttäuschung.^ Aachen 1839. Verlag dor Cremer'schen Buchhandlung.
Der Zweck, den sich der Verfasser zu erreichen bestrebt: „den jugendlichen Gemüthern die Ueberzeugung einzupflanzen, daß in der innigsten und heiligsten Verbindung kein wahres Glück zu finden ist, als nur dann, wenn die Religion, diese Kette, welche die Vergangenheit mit der Zukunft, das Leben mit dem Tode, den Menschen mit Gott verbindet, auch in denselben Grundsätzen, in demselben Glauben die Gatten für ewig vereint," ist wirklich erreicht. Tiefes Studium des Lebens auf der Basts des Catholicismus und Protestantismus spricht fich in der ganzen Erzählung aus, und sehr gut ist es dem Verfasser gelungen, manche dunkle Falte der Täuschung und Enttäuschung dessen, was die Welt Liebe nennt, zu beleuchten. Alles ist mit einer solchen Ruhe, so aus dem Gemüthe zum Gemnthe gesprochen, daß keine Leserin — eS ist zunächst für die reifere weibliche Jugend berechnet — ohne tief ergriffen, und von der Wahrheit-.dessen überzeugt zu fepn, was durch diese Geschichte gezeigt werden soll, dieses Buch aus den Händen legen wird. Wie eS fich durch schöne Sprache und gute Benützung der Briefform auszeichnet, so ist es auch seines der Wahrheit des Kirchenglaubens Zeugniß gebenden Inhaltes wegen, als sehr zeitgemäß zu empfehlen.

