die Allgegenwart Gortes an die ungetheilte Gegenwart der Seele im gangen Leibe, die Allmacht an die Macht der Seele über den Körper. Und so hat auch die Dreieinigkeit ein Bild in der Seele.
5. Ast§ Affecte der Seele stimmt der heilige Geist zusammen zur süßen Melodie für Gott. Diese Süße wird noch übertroffen durch die zusammenklingende Eintracht der übersinnlichen Seele.
4- Gott ist das Höchste; Fülle der Wissenschaft ist Gott erkennen; darin liegt die Fülle der Herrlichkeit, die Vollendung der Gnade, die ewige Dauer des Lebens.
5- Das erste Streben des zur Höhe der Wissenschaft aufsteigenden Geistes ist Selbstkenntniß. Die volle Erkenntniß des vernünftigen Geistes ist ein hoher Berg, der alle Gipfel menschlicher Wissenschaften und alle Philosophie überragt. Aristoteles und Plato und alle Philosophen konnten nichts dergleichen finden. Denn wenn sie sich selbst gekannt hatten, so hatten sie keine Götzen angcbetet. Es ist selten und lieblich, geistige Schauungen praktisch anzuwenden und zur Ergötzung zu machen. Es ist selten, auf den Berg zu kommen, seltener darauf zu stehen, am seltensten dort zu wohnen und zu ruhen. Hinaufsteigen und Stehen gehört der Tugend, Wohnen und Ruhen dem Glücke an. Vergebens aber streben wir zum Höchsten, ohne die zuvorkommende Gnade. Nur die Wahrheit führt auf diesen Berg; die Wahrheit aber ist Christus. Auf dem Berge steht man Christum verklärt, erkennt Mosen und Eliam, d. h. Gesetz und Propheten ohne

